15
Apr

Gemeinsam mit Gays.com starten wir einen Aufruf: Wir wollen der Welt zeigen, wie ein respektvoller Umgang miteinander funktioniert. Gewalt und Intoleranz gegenüber sexuell anders orientierten Menschen ist ein globales Problem. In mehr als 70 Ländern gilt allein Homosexualität noch als Straftat. Verfolgung, Diskriminierung und Ausgrenzung existieren aber nicht nur in diesen Ländern. Überall auf der Welt hat die LSBT-Community mit homophoben Anschlägen und Übergriffen zu rechnen.

Jetzt bist du dran! Nimm teil an der “IDAHO Challenge”! Setz ein Zeichen!

Die “IDAHO Challenge” ist eine von Gays.com initiierte Aktion, anlässlich des International Day Against Homophobia (IDAHO) am 17. Mai 2009. Gesucht werden eure selbstgedrehten Videos, in denen ihr Stellung beziehen sollt. Gemeinsam mit euch soll gezeigt werden, dass lesbische, schwule, bisexuelle und transgender Menschen keine Vorurteile haben. Gemeinsam soll ein Zeichen gegen die weltweit existierende Homophobie gesetzt werden.

Aufgerufen sind alle Menschen: Ganz gleich welcher Muttersprache, welcher Hautfabre, welcher Nationalität − die Aktion richtet sich an alle Freunde und Mitglieder der LSBT-Community − weltweit. Was zählt, ist die klare Aussage, dass Homophobie nicht weiter toleriert werden darf.

So nimmst du teil:
Gays.com bietet dir die Möglichkeit, dein Video direkt mit deiner Webcam aufzunehmen. Du brauchst nur dein „Set” einzurichten und den Anweisungen am Bildschirm zu folgen.
Der Aktions-Spruch lautet wie folgt: ” Hallo! Mein Name ist [...]. Ich komme aus [...] und bin stolz darauf [lesbisch/schwul/bisexuell/transgender] zu sein!”
(Video aufnehmen)
Du hast bereits ein Video gedreht oder möchtest es vor einem besonderen Hintergrund oder gemeinsam mit Freunden aufnehmen? Dann nichts wie los! Folgende Formate können mit bis zu 100Mb an idaho@gays.com
geschickt werden: avi, mov, mp4, mpg, wmv, 3gp und flv.

Warum der 17. Mai?

Das Datum ist auf eine Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück zu führen. Diese hatte am 17. Mai 1990 Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen und damit deutlich zu verstehen gegeben, dass es sich nicht um eine psychische Krankheit handelt. Zudem ergeben sich in der Schreibweise zufällige Parallelen zwischen dem Datum 17.5. und dem 1994 gestrichenen Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches. Seither folgten die Einführung der Homo-Ehe und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Deutschland. Dennoch wird Homosexualität nicht überall gleichermaßen toleriert und anerkannt. Ein Grund mehr, an der „IDAHO Challenge” teilzunehmen.

Kategorie : GAYS.DE News / Gay Events / Medien / Recht

10 Kommentare zu “Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO) – Jetzt bist du dran!”


fabianus 16. April 2009

Ein sehr schwieriges und kompliziertes Unterfangen !
Warum ? Weil selbst unter den Gruppen , Homo , Lesbisch ; Bisexuelle und Transgender Menschen Vorurteile und auch untereinander Grenzen gesetzt wurden sind bzw.werden !
Deshalb auch das weitere Unterfangen sich SELBST zu outen , ein Merkmal dessen , das es vielen trotz allem in dieser Gesellschaft Grenzen gesetzt wurden sind , wie weit die Intoleranz zu gehen hat !
DER RESPEKT , Dreh und Angelpunkt dessen , was man als das ansehen muss , wo fängt er an und wo hört er auf !
Wir wollen uns doch nichts vor machen , auch in den eigenen Reihen , Gruppierungen und sonstigen Schichten , sind Vorurteile und gegensätzliche Standpunkte und Meinungen an der Tagesordnung , und auch da gibt es viel Pionierarbeit und Aufklärung ab zu leisten !
Trotz allem ist es wichtig und unsere Aufgabe UNSERE IDENTITÄT und dessen was wir erwarten und erzielen wollen durch Aufklärung und gezielte Aktionen in die breite Öffentlichkeit zu bringen , wobei ich stets der Ansicht bin , auch in unseren Reihen haben wir viel zu tun , innerhalb und ausserhalb an AUSSAGEKRAFT UND AUSSTRAHLUNG zu gewinnen !
Das ist meine Meinung dazu !

Heimito 16. April 2009

Ein sinnvolles Unterfangen, sicher sogar noch in Deutschland. Ich (62) habe als Schwuler beide Deutschlands erlebt und habe keine wirklich gravierenden Unterschiede (positiv+ negativ) festgestellt.
Bei uns sollte man eher den Schwerpunkt auf das Verhalten innerhalb der angesprochenen Gruppen legen. Die gegenseitige Missachtung, der Umgangston, die zutiefst feindselige Sprache (dazu gehört auch die überbordend sexualisierte Sprache z.B. auf den bekannten websites) usw. , machen eigentlich klar, wie weit wir immer noch ( z.T. in selbstgewählter Isolation) entfernt sind , uns als Mitglieder einer verantwortlichen Gesellschaft aufzuführen.
Eine Identität, die gespalten ist zwischen Alltag und Schwulsein ist genauso dämlich wie die schwulen Profis mit vollem Equipment auf allen Ebenen.

fabianus 16. April 2009

Heimito PRÄZISER HÄTTEST DU ES NICHT DARSTELLEN KÖNNEN !
Denn das was alle GRUPPEN die sich als etwas outen , sich gegenseitig nicht richtig RESPEKTIEREN verlangen von denen die die Masse vertreten RESPEKT , DAS HEISST eben auch innerhalb dieser Gruppen sich zu respektieren und das allerwichtigste zu VERSTEHEN LERNEN !
DANKE FÜR DEINEN BEITRAG und danke das du selbst weisst wie es ist , wenn man mehrere Gesellschaftssysteme durchlebt hat !
Denn eines muss klar und deutlich angesprochen , es kommt was heute so SELBSTBEWUSST klingt nicht von ungefähr , es wurde hart erkämpft , und die Jungen sollen nur verstehen Lernen RESPEKT und TOLERANZ geht allen etwas an , und man sollte wissen wofür und warum dies so ist wie es ist , einfach und doch im praktischen leben schwer umsetzbar , wenn man Verstehen und Verständnis zeigt , denn Dankbarkeit erwartet man nicht , jedoch sollte JEDER WISSEN -WARUM DIES SO IST !

Jasy 24. April 2009

Ein gutes Unterfangen was hier geboten wird !

Ich finde es klasse, das man sich Gedanken macht, wie man diese Verbote der Homosexualitaet aufheben kann und ein besseres Leben denen bieten kann, die damiut betroffen sind !

Die hohe Intoleranz anderer Menschen uns gegenueber ist einfach nicht akzeptabel !

Was sind wir denn ?
Nicht auch nur Menschen ????
Das vergessen diese anderen “Normalen” leider in ihrem Ekel und Hass uns gegenueber immer !

Was machen wir denn verkehrter oder schlimmer ???
Rein garnichts !!!
Von daher gibt es auch keinen Grund, gegen Lesben, Homos….etc zu gehen !!!

Wir sind auch nur Menschen … und ich finde zu einem riesen Teil auch viel besonderere !
Wir koennen wenigstens mehr und besser mit unseren Gefuehlen umgehen, als manche, die normal sind und immer einen auf hart machen wollen !

Von daher: Viel Glueck und ganz viel Unterstuetzung von allen, denen dies auch so wichtig ist !

HIERMIT STEH ICH OFFIZIELL SCHON IN DIESEM BLOG DAZU EIN BI-SEXUELLER MENSCH ZU SEIN !!! ANTI – HOMOPHOBIE !!!!!! WIR SIND AUCH NUR MENSCHEN !!!!

Daniel Cool 1. Mai 2009

Für diese verfolgten Mensche habe das Bild
“IN MEMORY…” gemalt
Der Schuh ist das Symbol des Widerstandes und der Solidarität

In Gedenken für die Menschen aufgrund der sexuellen Ausrichtung verhaftet,
gefoltert und hingerichtet werden und in Erinnerung an die Menschen,
die im Irak Krieg zu Tode gekommen sind.
Unabhängig davon, ob schwul, lesbisch oder heterosexuell.

Daniel Cool

http://www.danielcool.com

Reiner Möller 15. Mai 2009

Wir sind seit 25 Jahren fest verbunden,haben zusammen meinen Sohn erzogen, sind immer noch glücklich miteinander.
Zu DDR Zeiten hat die Stasi unser Schwulsein versucht auszunutzen.2 1/2 Jahre wurde ich 14tägig “bearbeitet”.
Zusammen haben wir es durchgestanden.Im Beruf und auch im privaten Bereich hatten wir nie Schwierigkeiten oder Probleme.Auch heute in der Bundesrepublik gibt es diesbezüglich Nichts.Man akzeptiert uns.
Wir finden es aber trotzdem gut, für Andere, denen es nicht so geht, sich einzusetzen. Reiner Möller

Andrea 18. Mai 2009

Ich finde es immer wieder erschreckend wie einzelne Menschen mit uns umgehen, nur weil wir etwas anders sind…( Transsexuell ) ist das etwa ein verbrechen anders zu sein.
Viele Menschen sollten mal überlegen und evt vor ihrer eigenen Haustüre fegen bevor Sie sich über andere die Nase rümpfen denn auch wir sind nur Menschen mit einer etwas anderen Neigung die uns zu vielen % mit in die Wiege gelegt worden ist und wir irgendwann nicht mehr anders können um es auszuleben.
Ich bin auch so ein Mensch dem es in die Wiege gelegt wurde aber ich konnte mich nie zu wort melden denn bis vor vielen Jahren war dieses Thema ein Übel was man totgeschwiegen hat, nun seit einigen Jahren ist die welt offener geworden…nicht viel aber dennoch ein wenig….. wollen wir hoffen das es besser wird mit der Zeit,

Ich werde mein Schicksal nun auch in die hand nehmen und mein Leben so leben wie es mir beschert worden ist……. wer sich an uns die Nase rümpfen muss der sollte sich erstmal an die eigene Nase fassen denn da sieht es nicht besser aus……

Ich bin Transsexuell veranlagt und ich stehe dazu und ich bin froh eine von den Menschen zu sein die sich nicht verstecken müssen nur weil sie anders sind wie andere …………………….lg Andrea TV