8
Feb

Eigentlich könnte man eine eigene Kolumne über den ersten schwulen TV-Sender TIMM initiieren, denn das Gerede über die momentane Situation bricht nicht ab. Insolvenz, Bankrott, Einstellung – Gerüchte sprudeln regelrecht aus den Schubladen der Medienwelt.

Bereits im Januar hat sich die Deutsche Fernsehwerke GmbH insolvent beim Berliner Amtsgericht in Charlottenburg gemeldet (GAYS.DE berichtet). Seither streuen die Medien immer wieder Informationen über den Sender TIMM, der im November 2008 erst den Sendebetrieb aufgenommen hat und nun versucht der „Krise“ zu entkommen. Das Ausfallen der Homepage in der letzten Woche, ließ zahlreiche Blogs und Webseiten vom frühzeitigen Aus des Schwulensenders sprechen. Eine Stellungnahme vom Sender selbst, ließ lange auf sich warten, jedoch versicherte man, dass lediglich die Server ausgefallen seien und kein Zusammenhang mit der Insolvenz der DFW bestehe.

Die Spekulationen um den angeschlagenen TV-Sender reißen jedoch nicht ab. Erst heute ist in verschiedenen Blogs vom neuen Auftreten des Berliner Senders die Rede. Der Ausbau zum PAY-TV –Sender ist dabei Haupttenor der Meldungen. Vielleicht eine innovative Idee, um das Bestehen des Senders sichern zu können, vielleicht aber auch der Schritt ins endgültige aus? Was wirklich dahinter steckt, wollen die Macher des schwulen Programms derzeit nicht verraten. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein, wie es mit dem ersten Fernsehsender für die schwule Community weiter geht.

Category : Community | Klatsch&Tratsch | Medien


8
Feb

Insgesamt sechs knackige junge Männer stellen sich in diesem Jahr zur Wahl zum „Mr. Gay Belarus“. Doch ob es letztlich überhaupt zu einer offiziellen Wahl kommt, hängt davon ab, wie die Behörden entscheiden. Die Willkür der Ämter würde den Organisatoren  nicht das erste Mal einen Strich durch die Rechnung machen.

Bereits im letzten Jahr musste Aliaksandr Paluyan eine Niederlage einstreichen, als die Slavic Pride von den Behörden gestrichen wurde und ein eindeutiges Demonstrationsverbot verhängte. Nach dem Verbot der ersten Wahl zum Mr. Gay in China und dem Ausfall der „Miss Diva Belarus“-Wahl, befürchten nun die Organisatoren auch in Weißrussland mit einem Verbot ihrer Veranstaltung. Erste Schritte sind bereits eingeleitet, der Willkür der Behörden entgegen zu wirken.

Die sechs Kandidaten zum „Mr. Gay Belarus“ präsentieren sich noch bis März auf der Homepage und hoffen auf zahlreiche Stimmen, um den Sieg einzustreichen. Wir drücken die Daumen, dass der engagierte 24-Jährige seine Wahl erfolgreich durchführen kann und auch weiterhin keine Steine in den Weg gelegt bekommt.

Category : Gay Events | Recht
5
Feb

Der Kommentar von PUPS zum Wochenende:

Wie der LSVD in einem aktuellen Newsletter informiert, wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Mai 2010 bereits 2 Jahre alt. Zeit für einen Wechsel des im Stein gezeigten Videos, dass seit der feierlichen Enthüllung 2008 läuft und einige intolerante Attacken über sich ergehen lassen musste.    (GAYS.DE berichtete)

Das Denkmal ist mehr als ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und Diskussion – Es ist auch Anlaufpunkt für Demonstrationen, Kundgebungen und Proteste. Ein kultureller Veranstaltungsort unter freiem Himmel.

Der Wettbewerb zur Gestaltung eines neuen Videos läuft bereits. Derzeit sind zwei Männer zu sehen, die in einer Endlosschleife ein hohes Gut der Liebe zwischen einander demonstrieren: Den KUSS. Aber was kommt ab Mai? Vielleicht ein Frauenpärchen, dass ebenso beständig auf die gleichgeschlechtliche Liebe aufmerksam macht? Vielleicht aber auch ein kleiner provokanter Streifen, der die tägliche Situation von Lesben und Schwulen im Alltag widerspiegelt. Wichtig ist vor allem, das was passiert und das Projekt nicht in Vergessenheit gerät, denn Diskriminierung und Intoleranz sind immer noch allgegenwärtig.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, ist am 5. März 2010 herzlichst zu einer vom LSVD initiierten Diskussionsveranstaltung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Str. 1, 10117 Berlin eingeladen.

Category : Pups Kommentiert
4
Feb

Der Filmemacher Aljoscha Pause ist für die DSF-Dokumentation „Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball“ für den Adolf-Grimme-Preis 2010 nominiert worden. Pauses Dokumentation, die am 19. Mai 2009 erstmals im DSF ausgestrahlt wurde, sei eine journalistisch herausragende und mutige Leistung, erklärte die Jury.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur stieß der DSF-Filmautor in seiner Dokumentation auf viele neue Erkenntnisse. Exklusiv begleiteten sie mit der Kamera Verbands-interne Prozesse, Meetings und Aktionen wie den ersten DFB-Auftritt bei einem Christopher Street Day. Ex-Köln Trainer Christoph Daum äußerte sich in einem ausführlichen Interview zu streitbaren Thesen, St. Pauli-Präsident Corny Littmann machte deutlich, dass es in Deutschland Netzwerke schwuler Fußballprofis gibt und auch der Frauenfußball fand ausführliche Berücksichtigung. So nahmen die aktuellen Nationalspielerinnen Inka Grings und Linda Bresonik Stellung zu homosexuellen Beziehungen unter Profi-Spielerinnen und berichteten über ihre unangenehmen Erfahrungen mit der Boulevardpresse.

Der Film dokumentierte erstmals auch internationale Aspekte von Homosexualität und Fußball. In Holland engagiert sich Meistertrainer Louis van Gaal („Einem Trainer geht es um die Qualität eines Spielers. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob er hetero oder schwul ist.“), der ebenso zu Wort kam wie Ex-Bayern-Star Luca Toni. Aussagen wie die des ehemaligen europäischen Spitzenspielers und heutigen TV-Experten Zbigniew Boniek („Es widert mich an. Ich bin ein Traditionalist. Mir gefällt das normale Leben.“) verdeutlichten jedoch, dass es noch ein langer Weg zu einem weltoffenen Umgang mit Homosexualität im Fußball zu sein scheint. Eine große Umfrage unter namhaften Bundesliga-Profis, Trainern und Managern, die sich erstmals differenziert zum Thema Homosexualität im deutschen Fußball äußerten, komplettierte die 60-minütige Dokumentation.

Bereits 2008 war DSF-Filmautor Pause für die Vorgänger-Reportage „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) mit dem Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet worden. (Quelle: PRIDE1.de/ml)

Category : Pride1 berichtet | Sport
4
Feb

Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung setzt sich seit ihrer Gründung 2007 für bedrohte Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intersexuelle Menschen ein. Die Menschenrechtsorganisation des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD), leistet besonders in Osteuropa und in den südlichen Ländern unserer Erde wertvolle Arbeit, wenn es um die Vernetzung von Partnerprogrammen und Institutionen geht, die sich im Kampf um Anti-Diskriminierung engagieren.

„Wir unterstützen die LGBTI-Menschenrechtsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene durch Aufklärung, Sensibilisierung und Allianzenbildung, leisten Überzeugungsarbeit bei den Verantwortlichen der Außenpolitik, der Entwicklungszusammenarbeit und der Menschenrechtspolitik, stärken die Arbeit von Menschenrechtsverteidigern und fördern Kampagnen gegen Homophobie und strafrechtliche Verfolgung.“, so ein Sprecher der Stiftung im aktuellen Newsletter.

Mit einer gerelaunchten Website und einem neugestalteten Newsletter, startet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung nun ins Jahr 2010. Den virtuellen Frühjahrsputz haben die Mitglieder also hinter sich. Nun blickt man tatkräftig nach vorn. Noch mehr möchte man in diesem Jahr erreichen. Allem voran Akzeptanz für einen menschlichen Umgang miteinander. Auch die Sensibilisierung sowie der Kampf gegen die strafrechtliche Verfolgung von sexuellen Minderheiten sind Kernthemen der internationalen Arbeit der Hirschfeld-Eddy-Stiftung.

Category : Community | Kampagnen/Aktionen | Medien
4
Feb

Marathonfans aufgepasst: Das Ausdauertraining für das Marathon-Event zu den VIII. Gay Games Cologne kann beginnen. Sowohl Marathon als auch Halbmarathon werden im Rahmen des GAG ½ Marathon in Zusammenarbeit mit dem Team vom TuS Köln rhh. durchgeführt.

Wie die Co. Präsidentin der Kölner Gay Games, Annette Wachter mitteilte, finden die Läufe am 7. August gemeinsam mit dem GAG ½ statt. Die Strecke wird sich vom Wiener Platz in Köln Mühlheim durch Buchheim, Holweide und Dellbrück ziehen und somit vorbei an historischen Bauwerken der Rheinmetropole entlangführen. Wachter ist erfreut über die Kooperation mit TuS und GAG: „Wir haben mit dem Veranstalter einn mehr als kompetenten Partner gefunden, der und zudem ermöglicht einen Marathon und Halbmarathon auf einer sehr schönen Strecke anzubieten.“

Für das Team um Race-Director Ralph Scherbaum, das etwa 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer umfasst, und dem TuS Köln rrh. dürfte die Internationalität und die erwartete Teilnehmerzahl von zusammen 2.500 Läuferinnen und Läufern ein weiterer Schritt sein, eine Veranstaltung dieser Art und Größe im rechtsrheinischen Köln zu etablieren. Der Wiener Platz wird hierbei nicht nur Start und Ziel der Laufwettbewerbe sein. Im Herzen des Mühlheimer Stadtteils begleiten zahlreiche Veranstaltungen den, nach vielen Jahren  wieder stattfindenden, rechtsrheinischen Marathon. Ein Programm das vom 3. Mühlheimer Olivenfest bis zur After-Run-Party reicht und somit Familien, als auch die vielen internationalen Besucher der Kölner Gay Games, genügend Abwechslung bieten dürfte.

Das alle vier Jahre stattfindende Sport- und Kulturevent- die Gay Games – laden in diesem Jahr nach Köln ein. Mit insgesamt 35 verschiedenen Sportarten und fünf großen Kulturveranstaltungen, werden die Kölner Gay Games eine ähnlich große Teilnehmerzahl aufweisen, wie die Olympischen Spiele. Rund 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in den sportlichen Wettkampf treten oder an Kulturveranstaltungen teilnehmen. Am 31. Juli 2010 feiern etwa 34 000 Gäste im RheinEnergieStadion mit den Teilnehmern die Eröffnung des Festes der offenen Spiele.

Category : Community | Events | Gay Events | Sport
3
Feb

Are you ready for Take-Off?“ – mit diesem Motto lädt die wohl größte und wichtigste Lifestyle-Messe für Lesben und Schwule am 27. und 28. März 2010 nach Hamburg ein. Mehr als 200 Aussteller aus den verschiedensten Themenbereichen, Special Guests und zahlreiche Überraschungen erwarten die Besucher im Hamburger Flughafen, Terminal Tango.

„Einmal um die Welt“

Passend zum Motto der GAYVENTION 2010, haben die Veranstalter gemeinsam mit dem national bekannten Fotografen Karl Mai den Fotowettbewerb: „Einmal um die Welt“ initiiert. Der Wettbewerb läuft bereits im dritten Jahr und möchte in diesem Jahr die Blickwinkel der Fotografen auf binationale lesbisch/schwule Lebensentwürfe in Deutschland freigeben. Kurator Mai verspricht sich die verschiedensten Einsendungen: „Besonders die unterschiedlichen Sichtweisen der Fotografen, werden den Wettbewerb spannend machen.“.

Alle Arbeiten können noch 28. Februar eingereicht werden. Anschließend erfolgt eine Vorauswahl durch Karl Mai und das GAYVENTION Team, bevor die Messebesucher am 27. und 28. März den Gewinner des Fotowettbewerbs küren können.

Auch GAYS.DE wird euch am eigenen Stand begrüßen und euch viele neue Informationen rund um eure Community bieten. An beiden Tagen habt ihr die Möglichkeit das Team von GAYS.DE kennen zu lernen, euch zu stärken und wer weiß, vielleicht ja auch den netten Chatpartner oder Diskussions-Freund aus dem Forum live zu treffen. Neben interessanten Aktionen am Messestand erwarten auch zudem zahlreiche kleine Überraschungen. Schaut also vorbei und begrüßt die GAYS.DE-Community von Auge zu Auge.

Wer sich übrigens noch keine Tickets für die GAYVENTION 2010 gesichert hat, kann dies direkt auf der Homepage der Veranstaltung erledigen. Oder aber ihr nutzt die Chance und schreibt eine Mail mit Namen und GAYS.DE Nickname an gewinne@office.gays.de und mit ein bisschen Glück erhaltet ihr mit einer Begleitperson freien Eintritt zum schwul-lesbischen Messe-Event des Jahres.

Category : Events | Gay Events